Spiderman, der Aufstieg von Peter Parker
In New York erlangt ein Teenager durch einen seltsamen Vorfall mit einer Spinne Superkräfte. Als Spiderman beschließt er, das Verbrechen zu bekämpfen, was ihn in unzählige Abenteuer stürzt, in denen er die Avengers trifft und die Welt aus dem Marvel-Universum retten muss.
Der Traum eines jeden Teenagers
Peter Parker erscheint uns als ein von seinen Altersgenossen wenig respektierter Teenager-Nerd, der als Waise bei seiner Tante May und seinem Onkel Ben lebt. Eines Tages wird er von einer radioaktiven Spinne gebissen, die aus einem wissenschaftlichen Experiment stammt - und schon ist er ein Superheld. Ist das nicht der Traum eines jeden Teenagers, der mit seinen Selbstzweifeln zu kämpfen hat, an seine körperlichen Grenzen stößt und feststellt, dass die reale Welt nicht magisch ist?
Das war wohl auch der Traum der Schöpfer von Spider-Man (oder "Spider-Man" auf Englisch): des legendären Stan Lee und seines Kumpanen Steve Ditko. Stan Lee ist berühmt dafür, so viele Superhelden wie Iron Man, Hulk, Thor oder die X-Men erschaffen zu haben. Die Figur Spiderman wurde 1962 während des Silver Age der Comicbücher eingeführt. Die große Innovation von Spiderman bestand darin, dass er einen Teenager zum Hauptprotagonisten machte, während Teenager bis dahin auf die Rolle des Assistenten beschränkt waren, wie Robin bei Batman.
Die Verantwortung des Helden
Das Hauptthema von Spidermans Abenteuern wird in dem berühmten Satz seines Onkels Ben zusammengefasst: "Mit großer Macht kommt große Verantwortung". Er ist ein perfektes Symbol für die Pubertät, in der dem Einzelnen bewusst wird, dass er nicht nur Kraft und Intelligenz besitzt, sondern auch, dass seine Handlungen kurz-, mittel- und langfristige Folgen haben.
Für Spiderman ist diese Erkenntnis umso wichtiger, als seine Kräfte die eines normalen Menschen übersteigen - zwangsläufig. Sein Gründungsereignis ist der Tod seines Onkels Ben, der von einem Verbrecher getötet wurde, den Peter Parker achtlos hatte entkommen lassen. Ihm wird klar, dass er Kriminelle nie loslassen und Ungerechtigkeit nicht tatenlos hinnehmen kann.
Die Macht der Spinne
Die Inspiration für Spiderman stammt von dem Helden "Spider", einem einfachen Sterblichen (aber reichen Millionär), der furchterregende Kostüme trägt, um das Verbrechen zu bekämpfen. Da er wegen seiner Gewalttätigkeit von der Polizei gejagt wird, entwickelt er schließlich einen sechsten Sinn, der ihn vor Gefahren warnt.
Im Fall von Spiderman handelt es sich tatsächlich um eine genetische Mutation, die Peter Parker stärker macht und ihm direkt seinen sechsten Sinn verleiht. Theoretisch würde Spidermans Stärke der einer Spinne entsprechen, die so groß wie ein Mensch ist. Tatsächlich haben Gliederfüßer und Insekten für ihre geringe Größe eine sehr große Kraft: Der gehörnte Mistkäfer gilt als Champion, der mehr als das Tausendfache seines eigenen Gewichts heben kann!
Zusätzlich zu seiner Stärke erhält Peter Parker eine außergewöhnliche Beweglichkeit und vor allem die Fähigkeit, Wände hochzuklettern.
Je nach Version unterscheidet sich seine andere "Fähigkeit":
- In den Comics und Cartoons baut Peter eine Vorrichtung für sein Handgelenk, mit der er Spinnweben weben und ziehen kann. Er benutzt sie, um sich zwischen den Gebäuden New Yorks hin und her zu schwingen oder um Verbrecher zu fangen.
- In den Live-Action-Filmen hat Peter spezielle Drüsen in seinen Handgelenken, die die Spinnweben absondern und ziehen.
Spiderman im Kino, immer und immer wieder
Nach dem Erfolg von Filmen wie Superman (von Richard Donner) und Batman (von Tim Burton) wurde schnell beschlossen, Spider-Man auf die große Leinwand zu bringen. Der Regisseur Sam Raimi übernahm diese Aufgabe und besetzte die Rolle in seinem 2002 erschienenen Film mit Tobey Maguire. Seine Geliebte Mary Jane Watson wird von Kirsten Dunst gespielt, während James Franco Harry Osborn verkörpert, Peter Parkers Freund und Sohn von Norman Osborn (Willem Dafoe), alias Green Goblin, Spidermans Todfeind.
Der Film wurde besonders für seine nuancierte Darstellung des Bösewichts, Tobey Maguires treffende Interpretation und die gelungenen Spezialeffekte gelobt. Sam Raimi drehte erneut Spider-Man 2, diesmal mit Dr. Octopus alias Otto Octavius, gespielt von Alfred Molina.
Leider war der dritte Teil deutlich weniger erfolgreich, was wahrscheinlich daran lag, dass er zu viele Charaktere enthielt: Venom, Eddy Brocke, Sandman und die Rückkehr des Green Goblin. Außerdem verfehlte Tobey Maguire die Schurkenversion von Peter Parker völlig, der von dem Symbionten beeinflusst war, der Venom erschaffen sollte.
Also wurde beschlossen, die Serie zu rebooten und 2012 kam Marc Webbs "Amazing Spider-Man" mit Andrew Garfield in der Hauptrolle heraus. Dann kam 2017 mit "Spider-Man Homecoming" von Jon Watts mit Tom Holland ein weiteres Reboot heraus. Man muss wissen, dass Sony die exklusiven Rechte am Spider-Man-Universum besitzt, unter der Bedingung, dass alle fünf Jahre ein Film veröffentlicht wird. Das verspricht noch viele weitere Fortsetzungen und Reboots.
Darüber hinaus taucht Spider-Man auch im Film "Captain America: Civil War" auf, wo er ein legendäres Duell gegen Captain America führt. Anschließend ist er in der Avengers-Saga zu sehen.